17.
 
„Man darf sich wertvoll fühlen für das, was man ist und wie man ist.“
sabrina.
41 jahre. laut. fein. ehrlich. hochsensibel.
eine frau, die ehrlichkeit schon immer in sich trug.
Auf den ersten Blick sieht man eine Frau, die immer lacht,
die selbstsicher wirkt, eine, die genau weiß, was sie will.
Was man nicht sieht, sind die Unsicherheiten,
die Ängste und die Zweifel.
Als hochsensibler Mensch spürt sie die Welt um sich herum, die Stimmungen, die Zwischentöne, die Menschen.
Sie lernte früh, sehr aufmerksam zu sein,
aber spürte wahrscheinlich schon immer,
wenn etwas nicht aufrichtig war.
Ehrlichkeit – die Eigenschaft, die sie am meisten berührt.
Denn schon als Kind konnte sie nicht verstehen,
weshalb man sich anlügt.
 
 
 
„Wären die Menschen ehrlicher zueinander, würden sie sich alle viel mehr helfen", sagt sie.
Und genau das ist der Grund, weshalb sie heute nicht sagt, sie sei stark.
Sie sagt lieber: „Ich bin ehrlich mit mir geworden."
Und bei ihr war es ein Sturm, der drohte, sie einzuholen.
Seitdem:
Sie hält nicht mehr alles aus, passt sich nicht mehr an.
Sie beginnt wieder, auf ihre eigene Stimme zu hören,
die ihr schon immer sagt, wann etwas nicht stimmt.
Sie bleibt nicht mehr, wenn es bedeuten würde, sich selbst zu verlieren.
Das Muttersein hat sie neu sortiert,
sie wurde weicher, aber auch klarer.
Sie durfte lernen, wie tief Bindung gehen kann –
und dass Liebe bedeutet, sich selbst nicht zu verlassen.
Sie weiß auch, dass Wachstum nicht leicht ist, aber ehrlich.
Sie ist in Richtung Echtheit gewachsen,
denn genau das berührt sie mehr:
keine perfekte Fassade,
sondern Präsenz.
Ehrlichkeit.
Bilder, auf denen sie lacht, gibt es genug.
Gestellt, geglättet, nicht ganz echt.
Was sie sich wünscht, ist ein anderes:
eines, das nichts vortäuscht.
Auf dem sie einfach sein darf.
Sie träumt von einem Leben,
das nicht lauter wird, sondern tiefer.
Von echten Begegnungen und genug Raum für sich selbst.
Und sie erlaubt sich den Weg dorthin,
indem sie sich selbst glaubt, langsamer geht und Grenzen ernst nimmt.
Sie hört auf, gegen sich selbst zu arbeiten,
und fängt an, sich zu vertrauen.