„Dass ich so intensiv fühle, macht mich zu dem Menschen, der ich bin.”

01.

 

hannah.

34 jahre. sensibel. offen. ruhig.

eine frau, die tief fühlt – und darin ihre kraft findet.


Dieses Projekt beginnt mit mir.

Mit meiner Geschichte, meiner Sicht, meinem Warum.


Ich glaube: Jeder Mensch hat etwas zu erzählen.

Und manchmal braucht es nur einen Raum, in dem man sich zeigen darf.


Genau das möchte ich hier schaffen.

Einen Ort für Begegnung – mit anderen und mit sich selbst.


50 Gesichter.

50 Geschichten.

Ehrlich. Ungefiltert. Echt.

menschen.




Ich habe eine sehr präsente Seite.

Eine, die offen ist, neugierig auf Menschen, aufmerksam für das, was zwischen

den Zeilen liegt.

Und gleichzeitig gibt es in mir eine andere Seite – stiller, zurückgezogen,

bedacht.


Mein Partner sagt oft, ich sehe Dinge, die anderen gar nicht auffallen.

Kleine Details, Stimmungen, Zwischentöne.

Vielleicht liegt genau darin meine Art, durch die Welt zu gehen.


Diese Sensibilität macht mich verletzlich.

Aber ich weiß heute auch:

Genau darin liegt meine Stärke.


Früher fiel es mir schwerer, mich selbst zu verstehen.

Heute wächst in mir etwas anderes – eine tiefere Akzeptanz für mich selbst.


Zu erkennen, dass ich manchmal Ruhe brauche, um Kraft zu sammeln, hat vieles

verändert.

Es hat mich ruhiger gemacht.

Und trotzdem suche ich noch die richtige Balance.


Viele Momente haben mich geprägt.

Momente mit meinem Opa.

Momente von Trauer.

Die Geburten meiner Kinder.

Die Beziehung meiner Eltern.


Es gibt keinen einzelnen Augenblick, der alles verändert hat.


Es sind die vielen kleinen und großen Erfahrungen des Lebens – helle und

dunkle –, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.

Auch Zeiten, in denen ich mir sich selbst kaum Halt geben konnte.

In denen ich mich verloren fühlte.


Doch selbst diese Momente gehören zu mir.


Früher dachte ich, Liebe sei etwas, das einfach da ist.

Heute versteht ich Liebe anders.

Liebe bedeutet für mich, sich immer wieder füreinander zu entscheiden.

Den anderen zu sehen.

Ihn anzunehmen, ohne ihn verändern zu wollen.


Sich immer wieder neu zu begegnen –

und zu sagen:

„Ja. Du gehörst zu meinem Leben.”


Inzwischen weiß ich:

Tiefe Verbindung zu anderen Menschen bedeutet nicht, sich selbst zu verlieren.


Im Gegenteil.


Wenn ich an Wachstum denkt, denke ich an Selbstliebe.

An den Moment, in dem mir bewusst wurde, dass nur ich selbst für mein Glück

verantwortlich bin.


Wachstum bedeutet für mich Mut.

Mut zur Veränderung.

Mut, für sich selbst einzustehen.


Und manchmal beginnt Wachstum ganz leise –

in einer Erkenntnis,

in einem Gefühl,

in einem kleinen Schritt.


Ganz bei mir fühle ich mich, wenn ich kreativ sein kann.

Wenn ich Zeit mit Menschen verbringe,

bei denen sich alles ehrlich und aufrichtig anfühlt.

Wenn Verbindung entsteht – ohne Masken.


Was ich manchmal loslassen möchte, sind Zweifel.

Ängste, die an manchen Tagen eine Schwere in mir auslösen.


Und doch bleibt da etwas Starkes in mir:

Der Wunsch, im Vertrauen zu bleiben.


Ich würde gerne öfter zeigen, was ebenso zu mir gehört:

Zärtlichkeit.

Weiblichkeit.

Selbstvertrauen.


An anderen Menschen schätze ich am meisten, wenn sie sich zeigen.

Wenn jemand bereit ist, die Schutzschicht für einen Moment abzulegen und echte

Verbindung zuzulassen.


Denn genau darin liegt für mich etwas sehr Kostbares:

Ehrlichkeit zwischen Menschen.


Viele Menschen haben mich begleitet.

Meine Eltern, die mir Zusammenhalt vorgelebt haben.

Mein Opa, der mir das Gefühl gab, genau richtig zu sein.

Mein Partner, der mir zeigt, wie Liebe sich anfühlen darf.

Meine beste Freundin, die immer wieder den Mut findet, weiterzugehen.


Und meine Kinder –

die die Welt jeden Tag auf ihre ganz eigene Weise entdecken.


Mein jüngeres Ich würde ich heute daran erinnern,

dass auch schmerzhafte Erfahrungen ihren Platz haben.


Dass sie manchmal notwendig sind, um zu wachsen.


Und dass man sich niemals einreden lassen darf,

das eigene Gefühl sei zu viel

oder falsch.


Wenn ich an die Zukunft denke, träume ich von einem Raum.

Einem Ort, an dem Menschen sich begegnen können –

ohne Bewertung, ohne Erwartungen.


Ein Raum für Verbindung,

für Akzeptanz,

für Menschlichkeit.


Im Moment erlaube ich mir etwas Neues:

Meine kreative Seite wieder mehr zu leben.

Mich selbst noch einmal anders kennenzulernen.


Und mir bewusst Zeiten der Ruhe zu schenken.


Was ich mir für die nächste Zeit wünscht:

Mehr Vertrauen ins Leben.

Mehr innere Ruhe.

Und den Mut, die Momente einfach wahrzunehmen, so wie sie sind.


Denn ich habe verstanden:


Dass Wachstum nicht bedeutet, jemand anderes zu werden.


Sondern immer mehr der Mensch zu sein,

der man im Innersten schon lange ist.